Kristallstäbe sind die reinste verfügbare Handelsform für Hafnium. Sie entstehen über das van-Arkel-de-Boer-Verfahren, bei dem Hafnium durch thermische Zersetzung von Hafniumiodid auf einem Glühdraht abgeschieden wird – mit sehr niedrigem Zirkoniumgehalt. Kristallstäbe werden bevorzugt in der Halbleitertechnik und in der Forschung eingesetzt.
Barren sind die industrieübliche Handelsform für Reinhafnium. Hafnium-Barren werden bevorzugt in der Kerntechnik, bei der Herstellung von Hochleistungslegierungen sowie als Ausgangsmaterial für die Weiterverarbeitung eingesetzt. Sie eignen sich für Prozesse, die definierte Materialmengen mit kontrolliertem Zirkoniumgehalt erfordern.
Hafniumpulver ist eine vielseitige Handelsform, die in zwei Varianten gehandelt wird. Metallisches Hafniumpulver findet Verwendung in der Plasmatechnik und als Getter-Material in der Vakuumtechnik. Hafniumoxidpulver (HfO₂) dient als Ausgangsmaterial für Hochk-Dielektrika in der Halbleiterfertigung sowie für thermische Schutzschichten in der Turbinentechnik.
Sputtertargets aus Hafnium sind eine prozessspezifische Handelsform für die physikalische Gasphasenabscheidung (PVD). Metallische Hafnium-Targets werden zur Abscheidung dünner Hafniumschichten eingesetzt, etwa als Haftschicht in der Beschichtungstechnik.
Diese Reinheitsstufe ist ausschließlich als Kristallstab verfügbar und stellt das hochwertigste Handelsmaterial dar. Der sehr geringe Zirkoniumgehalt ist entscheidend für Anwendungen, bei denen reproduzierbare Materialeigenschaften mit engen Toleranzen gefordert werden – etwa in der Halbleitertechnik und in der Forschung.
Ebenfalls als Kristallstab verfügbar, bietet diese Stufe eine wirtschaftliche Alternative bei weiterhin sehr niedrigem Zirkoniumgehalt. Sie eignet sich für Hochtemperaturlegierungen, Plasmaschweißspitzen und anspruchsvolle Beschichtungsanwendungen, bei denen Ultra Low Zr nicht zwingend erforderlich ist.
Stückiges Material mit einem Zirkoniumgehalt unter 1,0 % ist die Standardform für breite industrielle Anwendungen. Dazu zählen Legierungszusätze in Superlegierungen für Turbinen und Triebwerke sowie kerntechnische Anwendungen, bei denen ein Zr-Gehalt in diesem Bereich toleriert wird.
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